Ein Blick hinter die Kulissen: Kommunikationsdesign
Was bedeutet Kommunikationsdesign für jemanden, der täglich darin arbeitet? Darüber haben wir mit unserer Kollegin Veronique Nikolai gesprochen. Sie ist Expertin im Brand Design. Für Sie ist Kommunikationsdesign eine Disziplin, die weit über die Gestaltung von Logos oder Flyern hinausgeht. Es vereint Kreativität und Strategie, um Markenwelten zu schaffen, die Geschichten erzählen und Zielgruppen emotional erreichen.
Kontakt: Veronique Nikolai, Freelance Grafikdesignerin in Frankfurt (LinkedIn)
Von der Idee zur Marke: Der Designprozess
Der Weg zu einer starken Marke beginnt mit einem intensiven Erstgespräch, das die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden und die Zielgruppe in den Fokus rückt. Veronique beschreibt den Prozess: „Am Anfang herrscht oft Chaos – viele Ideen, aber wenig Klarheit. Doch genau das liebe ich. Es ist eine kreative Herausforderung, aus dieser Unsicherheit eine funktionierende Markenwelt zu entwickeln.“ Workshops, Analysen und Konzeptentwicklungen führen schrittweise zu einer konsistenten Markenidentität mit klarer visueller und inhaltlicher Tonalität.

Brand Creation vs. Branding: Zwei Seiten einer Medaille
Im Laufe dieses Prozesses ist es wichtig, zwischen Brand Creation und Branding zu unterscheiden. Brand Creation beschreibt den kreativen Akt, eine neue Marke zu erschaffen – angefangen von Namensfindung über visuelle Gestaltung bis hin zur Definition der Markenwerte. Branding hingegen ist ein langfristiger Prozess, bei dem diese Marke etabliert, gepflegt und weiterentwickelt wird. „Branding ist viel mehr als ein Logo“, betont Veronique. Es umfasst die gesamte Kommunikation und stärkt die Verbindung zwischen Marke und Zielgruppe über Jahre hinweg.
Die Rolle der Design-Beratung
Eine Kommunikationsdesignerin ist nicht nur Kreative, sondern auch beratend tätig. Veronique erklärt, dass die Design-Beratung ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit ist: „Es geht darum, Kundinnen und Kunden strategisch zu unterstützen, ihre Markenidentität klarer zu definieren und diese konsequent umzusetzen.“ Tools wie Canva oder KI bieten zwar schnelle Lösungen, können aber keine durchdachte Strategie ersetzen. Die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erkennen und individuelle Lösungen zu entwickeln, macht den Unterschied aus.

Die Herausforderung: Klare Visionen entwickeln
Nicht immer wissen Kund*Innen genau, was sie wollen. Oft gibt es nur vage Vorstellungen, die im Laufe des Projekts konkretisiert werden müssen. Veronique beschreibt dies als eine der größten Herausforderungen: „Man muss oft erklären, warum funktionales Design mehr Wert hat als reine Ästhetik. Ein Design soll nicht nur schön aussehen, sondern die Marke stärken und die Zielgruppe erreichen.“ Dabei ist es entscheidend, kreative Freiheit und Budgetvorgaben in Einklang zu bringen.
KI im Designprozess: Hilfe, kein Ersatz
KI-Tools haben den Designprozess revolutioniert, besonders in der Ideenfindung und Workflow-Optimierung. Doch Veronique ist überzeugt, dass KI nur unterstützend wirken kann: „KI liefert zwar Inspiration und hilft bei Routineaufgaben, aber sie kann keine strategische Tiefe entwickeln.“ Für Veronique bleibt die menschliche Intuition und das Verständnis für Markenwerte das Herzstück jedes Designprozesses.

Was liebst du an deinem Beruf?
Es ist der Moment, in dem aus einer vagen Idee etwas Einzigartiges entsteht. „Ich liebe den kreativen Flow, der uns von Unsicherheit zu Klarheit führt“, sagt sie. Jedes Projekt ist individuell und fordert immer wieder neue Ansätze. Wenn eine Markenwelt schließlich funktioniert und die Zielgruppe begeistert, ist das für Veronique der größte Erfolg.
Fazit: Die Kunst des Kommunikationsdesigns
Wir schätzen die Zusammenarbeit mit Veronique Nikolai ganz besonders, weil wir die gleiche Überzeugung teilen: Kommunikationsdesign bedeutet weit mehr als Ästhetik. Es geht darum, Marken mit Substanz zu schaffen – mit einem tiefen Verständnis für Zielgruppen, strategischer Präzision und kreativer Intuition. Gemeinsam arbeiten wir daran, Markenauftritte zu entwickeln, die nicht nur wirken, sondern nachhaltig begeistern.