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Du gehst in einen Supermarkt, um nur schnell ein paar Sachen zu kaufen, und plötzlich stehst du mit einem randvollen Einkaufswagen an der Kasse. Wie ist das passiert? Die Antwort könnte im Behavioural Design liegen.

Behavioural Design, auch bekannt als Verhaltensdesign, ist eine Disziplin, die untersucht, wie unsere Umgebung und die Gestaltung von Entscheidungen unser Verhalten beeinflussen. Die Wissenschaft dahinter zeigt, dass wir nicht immer die rationalen Wesen sind, die wir gerne wären. Stattdessen werden wir oft von subtilen Hinweisen und Kontexten geleitet, die unsere Entscheidungen in bestimmte Richtungen lenken.

Was ist Behavioural Design?

Behavioural Design ist der bewusste Einsatz von psychologischen Prinzipien, um Verhalten zu beeinflussen. Ob es darum geht, dass wir uns gesünder ernähren, weniger Energie verbrauchen oder uns an Sicherheitsvorschriften halten – durch das richtige Design der Umgebung können Menschen dazu gebracht werden, sich auf bestimmte Weise zu verhalten, ohne dass sie es überhaupt merken.

Wie funktioniert das?

Verhaltensdesign arbeitet mit sogenannten Nudges – sanften „Schubsern“ in die richtige Richtung. Ein klassisches Beispiel: In einem Buffetrestaurant werden die gesunden Speisen in Augenhöhe platziert, während die weniger gesunden Optionen weiter unten oder in den Ecken stehen. Ohne es bewusst zu realisieren, greifen die meisten Menschen zu den Optionen, die am besten sichtbar und leicht erreichbar sind. Das Resultat? Mehr Gemüse auf dem Teller und eine gesündere Ernährung.

Ein weiteres Beispiel gefällig?

Stell dir vor, eine Stadt möchte, dass mehr Menschen das Fahrrad statt das Auto nutzen. Ein einfaches Verhaltensdesign könnte darin bestehen, Fahrradwege breiter und attraktiver zu gestalten, während Parkplätze teurer und schwerer zugänglich gemacht werden. Ohne ein einziges Verbot schaffen diese Maßnahmen einen Anreiz für mehr Menschen, aufs Fahrrad umzusteigen.

Fazit:

Behavioural Design ist ein unsichtbarer, aber kraftvoller Mechanismus, der unsere Entscheidungen und Handlungen lenkt. Es zeigt, wie unsere Umgebung und die Art und Weise, wie Optionen präsentiert werden, unser Verhalten maßgeblich beeinflussen können – oft ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

Behavioural Design kann unser Verhalten formen – daher achtsam bleiben und bewusst entscheiden.

Wie gelingt gute Kommunikation, und wie entstehen Missverständnisse? Worauf könnte man achten? Ja, es gibt einiges zu beachten. Deshalb haben wir einige Beispiele aus der Kommunikationswissenschaft unter dem Motto „Verstehen und verstanden werden“ zusammengestellt. Unser Ziel: Durch gelungene Kommunikation Brücken zu bauen und Missverständnisse zu überwinden.

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Weitere Themen werden wir sukzessive aufbereiten. Bleibt neuigierig!